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Mach's wie Gott - werde Mensch! - Ein Gruß zur Weihnacht

Ev. Cyriakusgemeinde 21.12.2021
Mach's wie Gott - werde Mensch! - Ein Gruß zur Weihnacht
Silke Schrom

Das gesellschaftliche Klima wird zunehmend rauer nehme ich wahr. Sie möglicherweise auch. Verbale und tätliche Aggressivität nehmen zu. Öfter ist von einer Spaltung der Gesellschaft die Rede. Die lange Coronapandemie hat viele zermürbt. Nerven liegen blank und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. Dabei ist Corona nicht unser einziges Problem. Soziale Gerechtigkeit und Klimawandel sind weitere große Themen, die Menschen beunruhigen und umtreiben. An Parlamente und Regierungen werden hohe Erwartungen gestellt und wer einen Fehler macht wird genüsslich in der Luft zerrissen.
Auf der Strecke bleiben Menschen, ja die Menschlichkeit.

„Mach‘s wie Gott – werde Mensch!“, dieser dem Schweizer Theologen und Poeten Kurt Marti (1921-2017) zugeschriebene Ausspruch kam mir beim Nachdenken über die Weihnachtsbotschaft wieder in den Sinn. Paradox und zugleich sehr griffig bringt er die Weihnachtsbotschaft auf den Punkt. Gott die lässt die Menschheit nicht ins Verderben rennen. Sie*er mischt sich ein und wird selbst Mensch.
Die Weihnachtsgeschichten im Lukas- und Matthäusevangelium nehmen uns mit hinein in diese Menschwerdung. Sie nehmen uns mit auf den Weg des Heils. Nachzulesen Im Matthäusevangelium Kapitel 1+2 sowie im Lukasevangelium Kapitel 1+2.

Spannend finde ich daran, wie und wo Gott Mensch wird.
Nicht als gut ausgebildeter und vernetzter einflussreicher Erwachsener kommt Gott in die Welt, sondern als neugeborenes Kind, behelfsmäßig gebettet im Futtertrog der Tiere.
Als uneheliches Kind ganz normaler Leute. Der Sohn Marias, einer jungen Frau, kaum älter als eine Konfirmandin und eines Handwerkers, des Zimmermanns Josef, der möglicherweise sogar als Tagelöhner das tägliche Brot für seine Familie gar nicht sicher hat.
Wie kann nur sein, was doch um Himmels Willen nicht sein darf?? Getratsche und Getuschel der „anständigen“ Leute im Dorf wäre wohl noch das Harmloseste, dem die schwangere Maria ausgeliefert wäre. Geduldig weckt der Engel einen Funken Hoffnung in der verängstigten Maria, dass Gott sie - aller Tradition zum Trotz – nicht verlässt. Ganz im Gegenteil. Gerade jetzt ist Gott da.
Josef möchte am liebsten seinem ersten Impuls folgen und sich heimlich aus dem Staub zu machen und Maria allein mit dem Kind sitzen lassen. Sanft, aber bestimmt wird er von Gott dazu gebracht, zu seiner Partnerin und ihrem Kind zu stehen – trotz allen Ängsten und Bedenken.
Sie müssen beide das Vertrauen mühsam neu finden.
Glückliche, heile Familien sehen anders aus.
Ich meine, Gott sieht gerade dort genau hin, wo Menschen in Nöten und Schwierigkeiten sind, wo sie menschlicher Überheblichkeit und Unbarmherzigkeit ausgeliefert sind, wo Menschenwürde angetastet und gebeugt wird. Und lenkt auch unseren Blick dahin, wo wir lieber weggucken. Dann erst kann das Heil geschehen.

Hirtinnen und Hirten während ihrer Nachtschicht sind die ersten, die die frohe Botschaft hören.
Einfache Arbeiter und Arbeiterinnen am Rande der Gesellschaft, deren Würde oft genug mit Füßen getreten wird. Ihre Arbeit ist unentbehrlich, aber sie findet keine angemessene Anerkennung. Weder finanziell noch im gesellschaftlichen Ansehen.

Könige oder eher Sternforscher, Weise, Interlektuelle gehen in die Irre, solange sie das Heil unter ihresgleichen suchen. Im Palast des Herodes, Reiche und Mächtige, die unter sich bleiben wollen. Erst als sie sich auf den neuen, unbekannten Weg einlassen, finden sie was sie suchen. Menschlichkeit, Würde und Gott mittendrin – ganz anders als sie es je erwartet hätten.

Weitere Entdeckungen mit den Weihnachtsgeschichten über Gott-Würde-Mensch können Sie am Heiligen Abend bei der 2. ökumenischen Rödelheimer Parkweihnacht machen.

Gott wird Mensch. Ein neugeborenes Kind berührt die meisten Menschen. Schutzlos, abhängig, bedürftig nach Liebe und Fürsorge weckt es unsere menschlichen, liebevollen, fürsorglichen Seiten. „Mach‘s wie Gott -werde Mensch!“ , uns und der Welt zum Heil.

Frohe, gesegnete Weihnachten wünscht Euch und Ihnen Pfarrerin Silke Schrom

Anmeldung zur Parkweihnacht bis 22.12.21, 12 Uhr im zentralen Gemeindebüro von St. Marien unter Telefon 795395920 oder online https://eveeno.com/oekumenische-parkweihnacht-2021

Für die Parkweihnacht gilt 3 G - bitte Nachweis bereithalten - sowie durchgängig Maskenpflicht während des gesamten Gottesdienstes für alle Menschen ab 6 Jahren.

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